eJustice Cup Hessen 2022

Startschuss im Rennen um den eJustice Cup Hessen 2022

Der Richterbund Hessen und IBM Deutschland veranstalten erstmals einen Wettbewerb um die besten Ideen zum Einsatz von Informationstechnologien (IT) und künstlicher Intelligenz (KI) in der Justiz.

Der Richterbund Hessen und IBM Deutschland haben den eJustice Cup Hessen 2022 ins Leben gerufen, um die Digitalisierung in der Justiz voranzutreiben und die Gerichte fit für die digitale Zukunft zu machen. Ziel des Projekts ist es, an den Gerichten und in den Staatsanwaltschaften eine Kultur der Innovation unter Einsatz neuer Technologien zu etablieren. Der Richterbund Hessen als größter Berufsverband und das Technologie- und Beratungsunternehmen IBM Deutschland sind damit eine neuartige Kooperation eingegangen. Der eJustice Cup Hessen 2022 steht unter der Schirmherrschaft des hessischen Staatsministers der Justiz.

Worin besteht der Wettbewerb?

Gesucht werden Vorschläge zum Einsatz von IT und KI in allen Bereichen des justiziellen  Alltags. Diese sollen eingesetzt werden, um Arbeitsprozesse attraktiver zu gestalten und zu erleichtern oder bessere und schnellere Ergebnisse oder Arbeitsvorlagen zu erschaffen. Erfasst sind alle Bereiche des Dienstablaufs: Aktenumlauf, interne und externe Kommunikation, die Erstellung von Entscheidungen, Informationsmanagement, Sitzungsbetrieb, Hardware oder Software.

Wer kann teilnehmen?

Eingeladen zur Teilnahme sind alle, die in der Justiz tätig sind oder an der Schnittstelle zwischen Justiz und Gesellschaft mitarbeiten wollen. Die Teilnahme ist sowohl einzeln als auch in Teams möglich.

Wie läuft der Wettbewerb ab?

Der Wettbewerb gliedert sich in drei Etappen.

Erste Etappe

Die erste Etappe beginnt mit der Vorstellung des eJustice Cup Hessen 2022 in Präsenz

am 10. Juni 2022 um 11.00 Uhr im Oberlandesgericht Frankfurt am Main,
Saal 5/6, Zeil 42, 60313 Frankfurt
.

Eine hybride Teilnahme ist wahlweise möglich. Die Teilnahmedaten können per E-Mail mit dem Betreff „kickoff eJustice Cup“ über info@richterbund-hessen.de angefordert werden.

Zweite Etappe

Der Wettbewerb ist damit eröffnet: Der Richterbund Hessen und IBM Deutschland laden ein, in der zweiten Etappe bis zum 15. September 2022 Vorschläge und Ideen einzureichen, die von einer Fachjury bewertet werden. Die Jury setzt sich zusammen aus Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Justiz und Rechtspraxis sowie aus der Tech-Branche. Der Jury gehören an: Alisha Andert, LL.M. (Vorstandsvorsitzende Legal Tech Verband), Sina Dörr (Richterin am LG Köln, z. Zt. BMJ), Dr. Charlotte Rau (Richterin am OLG Frankfurt am Main, Stellv. Vorsitzende des Richterbundes Hessen), Rechtsanwalt Tobias Freudenberg (Verlag C.H.Beck), Prof. Dr. Florian Möslein, LL.M. (Gründungsdirektor des Instituts für das Recht der Digitalisierung der Universität Marburg) und Eckhard Schindler (Director Government des Global Industry Teams von IBM).

Die Einreichung der Ideen und Vorschläge erfolgt über die Seite https://www.richterbund-hessen.de/ejusticecup-ideen/. Fragen können per E-Mail unter dem Betreff „eJustice Cup 2022“ an info@richterbund-hessen.de gerichtet werden.

Binnen vier Wochen nach Einreichungsschluss wird die Jury eine Shortlist von bis zu 20 Ideen erstellen.

Finale

Der Wettbewerb endet mit dem großen Finale am 25. November 2022. Hierzu werden drei ausgewählte Kandidatinnen oder Kandidaten eingeladen, ihre Vorschläge und Projekte auf der Jahresmitgliederversammlung des Richterbundes Hessen zu präsentieren. Ein Vorschlag wird mit dem eJustice Cup Hessen 2022 ausgezeichnet, der von Herrn Staatsminister der Justiz überreicht werden wird.

Darüber hinaus wird das IBM Client Engineering Team eine der Ideen von der Shortlist in einem sogenannten Garage-Projekt als Prototypen umsetzen. Die IBM Garage ist eine Innovationsmethode und ein Modell der Zusammenarbeit mit Kunden, Partnern und IBM Experten, um mit neuen Technologien zu experimentieren und neue Services und Produkte zu entwickeln. Die Kernfrage in den Garage-Workshops lautet: Wie können datenbasierte, digitale Prozesse, Produkte und Geschäftsmodelle schnell und marktfähig umgesetzt werden?